KidsMobil für Beschäftigte in Forschung und Lehre

Der Arbeitsalltag von MitarbeiterInnen der Universitäten und von Beschäftigten in Wissenschaft und Forschung lässt sich oft nur schwer mit dem Familienleben vereinbaren. Treffen zu Forschungsprojekten, Unterrichtsverpflichtungen oder Kolloquien fallen regelmäßig in die Nachmittags- oder Abendstunden. Dabei ist Netzwerken bei Meetings in wissenschaftlichen Kreisen erwiesenermaßen entscheidend für Karriere- bzw. Erfolgschancen, lässt sich aber mit Kindern meist nicht ohne Weiteres organisieren.

Doch Bedürfnisse berufstätiger Eltern sind höchst unterschiedlich! Sei es nun ein ruhiger Nachmittag pro Woche mehr, an dem Mitarbeiter ihr oft immenses Arbeitspensum bewältigen können ohne zusätzlich einen Babysitter bezahlen zu müssen, etwas Zeit zum Schreiben eines Artikels, während eine Betreuungsperson den Nachwuchs zum Fußballtraining bringt oder die Teilnahme an einer Konferenz, während zuhause Hausaufgaben erledigt werden – schon wenige Betreuungstunden nehmen Eltern als große Unterstützung wahr.

KidsMobil wird seit Jahren von mehreren Berliner Hochschulen und Universitäten mit Erfolg als familienfreundliche Maßnahme, für mehr Chancengleichheit und als Nachwuchsförderung eingesetzt. > HIER zu KidsMobil als DFG Modellbeispiel

Was sind Voraussetzungen für eine planmäßige Betreuung durch KidsMobil?

MitarbeiterInnen oder DoktorandInnen aus Sonderforschungsbereichen, Exzellenzclustern, Graduiertenkollegs etc., die über ihre Förderbudgets Zugang zu sogenannten „Gleichstellungsgeldern“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft haben, können durch KidsMobil eine planmäßige Betreuung ihrer Kinder sicherstellen.

Welche Nutzungsmöglichkeiten gibt es für KidsMobil?

KidsMobil bietet ebenfalls sogenannte flexible Randzeitenbetreuung sowie Betreuungen für Säuglinge und Kleinstkinder, die noch keinen Regelbetreuungsplatz in einer Krippe oder bei einer Tagesmutter haben. Die Betreuung kann an regelmäßigen Terminen im Umfeld der Familie erfolgen und auch individuell an den Bedarf der Familie angepasst werden. KidsMobil setzt für diese spezielle Form der Betreuung qualifizierte Personen ein, die möglichst langfristig und kontinuierlich die Betreuung übernehmen können.

Im universitären Kontext ist eine Nutzung von KidsMobil als flexible Notbetreuung, als Randzeiten- oder planmäßige Betreuung, aber auch in weiteren Situationen möglich. Es können beispielsweise auch die Eltern-Kind-Zimmern an den Campi der Universitäten, Hotels (für GastwissenschaftlerInnen) oder der elterliche Haushalt genutzt werden. Zudem bietet KidsMobil Kinderbetreuung bei Veranstaltungen, Tagungen und Kongressen oder als Ferienprogramm an.

Konzept und Ausgestaltung des Angebotes werden den spezifischen Anforderungen der Familien und des Unternehmens angepasst. Bitte sprechen Sie uns an!

KidsMobil als Modellbeispiel im DFG Instrumentenkasten

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) begann 2009 mit der Erstellung eines Instrumentenkastens, der als Bestandteil des Konzeptes zur Umsetzung der „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ die Verbesserung der Chancengleichheit im deutschen Wissenschaftssystem zum Ziel hat. Es entstand eine Datenbank, in der ausgewählte Chancengleichheitsmaßnahmen zunächst in einem qualitätsgesicherten Verfahren ausgewählt und dann im Instrumentenkasten vorgestellt werden. So können Wirkungsweisen und Rahmenbedingungen solcher Modellbeispiele aufgezeigt werden, die in der Regel ohne Einschränkungen auf andere wissenschaftliche Einrichtungen übertragbar sind.  > HIER zu KidsMobil als DFG Modellbeispiel

Für Kinder von Ärzten, Pflegern und Forschern

Zeitpolitisches Magazin Nr. 23, Dezember 2013

Notfallbetreuung durch KidsMobil:

Krankenhäuser haben an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden geöffnet.
Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet im Dreischicht-
System. Ohne unterstützenden familiären Rahmen sind
Mitarbeiter/innen mit Kindern auf Betreuungssysteme angewiesen,
die auch nachts oder an Wochenenden greifen… > HIER lesen Sie den gesamten Artikel

Wie funktioniert „Vereinbarkeit von Familie und Beruf “ im Alltag?

Hartmannbund Magazin, Mai/Juni 2013, S. 7

Das Berliner Gesundheitsunternehmen Vivantes hat vor mehr als sechs Jahren damit begonnen, sich intensiv für seine Mitarbeiter mit Kindern zu engagieren. Ein Grund: In der Ärzteschaft (aktuell 1600 Ärzte) stieg der Frauenanteil deutlich an (Assistenzärzte: 59 Prozent, Fachärzte: 54 Prozent, Oberärzte: 39 Prozent). Zweiter Grund: Es gestaltete sich immer schwieriger, Spät- und Nachtdienste zu besetzen. Es wurde also höchste Zeit, sich geeignete Modelle zu überlegen. „Im ersten Schritt brauchten wir etwas für die Notfälle“, berichtet Ina Colle, Projektkoordinatorin des Ressorts Change Management, „und so gründeten wir das Kids Mobil“. Ein Kinderbetreuungsservice für Notfälle, den Vivantes mit einem privaten Kitaträger anbietet. „Die Nachfrage stieg schnell an, und wir haben gemerkt, dass wir mehr in diesem Bereich tun müssen.“ > HIER geht´s zum Artikel

Kliniken buhlen um qualifizierte Ärztinnen

Ärzte Zeitung, 08.03.2012

Deutsche Kliniken spüren längst, dass die Medizin weiblicher wird. Um auch künftig qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen und zu halten, setzen sie daher auf familienfreundliche Förderprogramme und Mentoring-Netze.

Doch was, wenn die Familienplanung den Karriereweg durchkreuzt? Wie Colle erklärt, müssten sich Ärztinnen nach wie vor noch häufiger zwischen Karriere und Kindern entscheiden.

“Was unter anderem vielerorts an Betreuungsmöglichkeiten für Kinder liegt, aber auch an den Arbeitszeiten und -bedingungen im Krankenhaus. Vivantes unterstützt Mütter zum Beispiel durch KidsMobil oder den geplanten Kindergarten.”… > HIER geht es zum Artikel

Familienstand: Alleinerziehend – Plädoyer für eine starke Lebensform

Buch von Christina Bylow, Gütersloher Verlagshaus (2011)

S.113ff: …Christiane Radtke, die KidsMobil koordiniert, betont ausdrücklich, dass es eben kein Service für die besonderen Bedürfnisse Alleinerziehender ist. Im Gegenteil. »Alleinerziehende müssen die Regeldienste wie alle anderen auch über die regulären Betreuungszeiten der Kitas stemmen. Das ist aber genau das Problem. Die Regeldienste des Klinikpersonals werden von den Kita-Zeiten nicht abgedeckt. Wenn dann kein persönliches Netzwerk für Kinderbetreuung existiert, kommen diese Frauen ins Schleudern.« KidsMobil kann genutzt werden, wenn die geplante Regelbetreuung ausfällt oder wenn kurzfristige Einsätze angeordnet werden…

Hotline für den Babysitter – vor fünf Jahren

Der Tagesspiegel, 20.10.2010

Das „Kids Mobil“ gibt es seit 2006. Die Idee kam von „Kinder im Kiez“ und von Ina Colle, die Personalmanagerin bei Vivantes ist. „Wir wollten auf die Bedürfnisse unserer Beschäftigten eingehen“, sagt sie. Zugleich profitiert allerdings auch der Arbeitgeber von der Notfallbetreuung: „Wenn etwa eine Krankenschwester wegen ihres Kindes nicht zum Dienst kommen kann, müssen wir eine fremde Kraft nehmen“ … > HIER geht es zum Artikel

Kinderbetreuung auf Bestellung – frei Haus

t-online, 13.09.2010

Die politische Agenda in der Familienpolitik ist klar formuliert. Ob Familienministerin Kristina Schröder oder deren Vorgängerin Ursula von der Leyen: Alle wollen, dass sich vor allem die jungen Akademikerinnen in Deutschland für Kinder entscheiden. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist Evelyn Koblitz ein Paradebeispiel für das, was die Politik sich wünscht: Die Berlinerin arbeitet als Assistenzärztin und ist zugleich dreifache Mutter. Es ist kein leichter Spagat zwischen familiären und beruflichen Pflichten, der ihr jeden Tag aufs Neue gelingen muss. Unterstützung bekam die Anästhesistin dabei weniger von Seiten des Staates oder der Politik, als vielmehr durch ihren Arbeitgeber, dem privaten Krankenhausbetreiber Vivantes. Der organisiert für seine Angestellten in dienstlichen Notsituationen eine mobile Kinderbetreuung frei Haus… > HIER geht es zum Artikel

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